Die treibende Kraft waren Schülerinnen und Schüler : das Engagement des Balthasar-Neumann-Gymnasiums (BNG) für den Verein „ali s.k.“ geht in eine neue Runde. Die beiden aus Marktheidenfeld stammenden Vereins-Vorstandsmitglieder Bernhard Pfister und Johanna Geißler waren nun vor Ort, um am BNG dafür durch zwei sehr ausführliche Vorträge und Informationen das Startsignal neu zu setzen.

Ausgangspunkt war im Frühjahr der Religionsunterricht in den 6. Klassen, in dem die Themen „Kinder dieser Welt“ und „Die Botschaft vom Reich Gottes“ hießen, mit den Fragen: wie ergeht es den Kindern dieser Welt ? Dies war Anlass für die Kinder, selbst aktiv zu werden , für Kinder , denen es nicht so gut geht wie den meisten in der westlichen Welt. Alle Gruppen waren sehr aktiv und veranstalteten neben einer ausführlichen Präsentation ihrer Arbeit im Unterricht auch einen sehr erfolgreichen Pausenverkauf.
Die evangelische Religionsgruppe hatte sich dabei auf ein konkretes und bekanntes Projekt , nämlich die Arbeit von „ali s.k.“ in Indien, konzentriert, und man richtete einen Stand ein, auf dem es Waffeln und Aufstriche bzw. Marmeladen eigener Rezeptur und Herstellung gab. Hierzu waren die Schülerinnen und Schüler aktive und treibende Kraft mit ihrer Entscheidung, die seit Jahren bestehende Unterstützung für „ali s.k.“, die seit vielen Jahren in Santoshpur/Indien ein Heim für Straßenkinder betreibt, mit zusätzlichem Leben zu füllen. Der erlöste Betrag von 180 Euro war ein erster deutlicher Startschuss.
Das Interesse der Schülerinnen und Schüler des gesamten BNG für die Arbeit von „ali s.k.“ war nun einmal mehr geweckt. Auf Initiative von Karl Küfner, Mitarbeiter im Direktorat des BNG, und mit Unterstützung von Raymond Roth, der vor 15 Jahren die ersten Kontakte des BNG zu „ali s.k.“ geknüpft hatte, waren Vereinsvorsitzender Bernhard Pfister und Schriftführerin Johanna Geißler aus Frankfurt bzw. Augsburg angereist (beide waren als Schüler am BNG), um in zwei sehr beeindruckenden Vorträgen über das Heim in Kalkutta zu berichten.
Weit darüber hinausgehend informierten sie aber auch über Kultur und Geographie Indiens im allgemeinen, und über Bengalen (Indiens Osten) im besonderen. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, die mitgebrachten Kunstgegenstände zu bestaunen, einen Sari anzuprobieren, gar indisches Tüten-Knabber-Gebäck zu testen und vor allem viele zusätzliche Fragen zu stellen, die gerne bereitwillig beantwortet wurden.
Das Interesse der Schülerinnen und Schüler in den beiden Vorträgen, an denen alle 7., 8. und 9. Klassen sowie die Initiativ-Gruppe der 6.Klassen teilnahmen , war sehr groß: jeweils eineinhalb Stunden hörten sie sehr sehr aufmerksam und interessiert zu, und bekräftigten auch ihre Bereitschaft zur künftigen weiteren Unterstützung für „ali s.k.“ und das Heim für Straßenkinder in Kalkutta, das von dem ehemaligen Marktheidenfelder Wolfgang Müller geleitet wird.