Ganztagszweig

Ganztagsgymnasium (GTG)

 

Pädagogisches Konzept des Ganztagsgymnasiums

 

Die Zielvorstellung unseres Gymnasiums ist es, den Tagesablauf unserer Schüler so zu rhythmisieren, dass der Schulalltag unter Berücksichtigung der Pflichtstunden im altersgemäßen Wechsel von Arbeit und Entspannung bzw. Freizeit organisiert wird.

 

Rhythmisierter Tagesablauf

 

Im Ganztagsschulbetrieb ist es nötig, den Tagesablauf aufzulockern. Neben den in den Unterricht integrierten Hausaufgaben und Studierzeiten dient die individuelle Freizeit in der Mittagspause und die "pädagogisch gestaltete Freizeit" dieser Rhythmisierung, d.h. der Entzerrung des reinen Unterrichts durch den Wechsel von Anspannung (Fachunterricht) und Entspannung (Freizeit). Dabei kann durch eine entsprechende Zusammensetzung des Angebots das Interesse der Schüler beispielsweise auf musischem, kulturellem oder auf sportlichem Gebiet geweckt oder verstärkt werden. Auch die Bereitschaft, sich für Gemeinschaftsprojekte zu engagieren, kann besser gefördert werden, wenn die Schüler auch am Nachmittag in der Schule sind. Der engere Kontakt mit seinen Schülern gibt dem Lehrer breitere Möglichkeiten, vom Wissensvermittler zum Erzieher, von der Autoritätsperson zum Ansprechpartner und Ratgeber zu werden.

 

 

 

Strukturmerkmale des GTG am BNG in Kürze

 

1. Unser Ganztagszweig versucht die zwei Konzeptionen – Ganztagsschule als „Lebens- und Erfahrungsraum“ und Ganztagsschule als verbesserte „Wissens- und Unterrichtsschule“ - zu vereinen.

2. Wir sind eine Ganztagsschule der gebundenen Form, d.h. Unterricht und andere schulische Angebote sind nach pädagogischen Gesichtspunkten über den ganzen Tag verteilt. Es wird unter Berücksichtigung der Pflichtstunden versucht, den Schultag im altersgemäßen Wechsel von Arbeit und Entspannung zu organisieren.

3. Von Montag bis Donnerstag findet der Unterricht von 8.00 Uhr – 16:00 Uhr statt, freitags bis 13.00/14.00 Uhr je nach Jahrgangsstufe.

4. Die Freizeitangebote am Nachmittag in Form von Neigungsgruppen und Wahlunterricht werden durch unsere Lehrkräfte und Sozialpädagogen abgedeckt. Der Besuch von Unterrichtsstunden an den Marktheidenfelder Musikschulen ist während dieser Zeit möglich. Das Freizeitangebot durch Lehrer und Sozialpädagogen wird ergänzt durch punktuelle Aktionen wie Backen von Weihnachtsplätzchen, Kursen zur Selbstverteidigung, Kickboxen, Ernährungsführerschein, Rhetorik etc.

5. Unsere Sozialpädagogen können einzelne Schüler individuell betreuen und als Assistenten im Unterricht und den Studierzeiten eingesetzt werden.

6. In der Mittagspause erhalten die Schüler für 53€ monatlich(11-mal) ein warmes Mittagessen in unserer Mensa.

7. Die 45-minütige Mittagsfreizeit kann individuell genutzt werden zum Spielen, Lesen, Ausruhen; die Schüler können aber auch an den jeweiligen Angeboten unserer Sozialpädagogen teilnehmen.

8. Hausaufgaben bzw. ihre Funktion sind weitgehend in den Tagesablauf integriert:

•  für die Kernfächer Deutsch, Englisch und Mathematik wird jeweils eine Stunde pro Woche zusätzlich zur Verfügung gestellt.

•  die Pflichtstudierzeiten und die freiwilligen Studierzeiten dienen der Vorbereitung auf die sog. Lernfächer, zum Vokabellernen, zum Nachlernen von versäumtem Stoff und zur Schulaufgabenvorbereitung.

Durch dieses erweiterte Stundenangebot hat das durchschnittlich leistungsfähige Kind die Möglichkeit, seine Hausaufgaben von Montag bis Donnerstag im Rahmen des Unterrichts und der Studierzeiten zu erledigen. Zu Hause dürfte unter der Woche nur noch eine Wiederholung des Lernstoffs anfallen. Hausaufgaben von Freitag auf Montag finden selbstverständlich im Rahmen der häuslichen Übungszeit statt.

 

Die SozialpädagogInnen am BNG

 

Seit der Einführung der Ganztagesform am Balthasar-Neumann-Gymnasium gibt es die Sozialpädagogen an der Schule.
Frau Kämmerer und Herr Höfling sind für die SchülerInnen Ansprechpartner bei Schulschwierigkeiten, bei Problemen in der Familie, bei Problemen mit Freunden oder mit sich selbst sowie bei Konflikten zwischen SchülerInnen und LehrerInnen. Die Eltern der GanztagsschülerInnen können sich bei Erziehungs- und Lebensfragen an die SozialpädagogInnen wenden. Diese vermitteln bei Bedarf auch passende Kontakte zu anderen Hilfsdiensten.
In der Zeit von 12:00 bis 15.30 Uhr stehen beide SozialpädagogInnen den SchülerInnen als Ansprechpartner sowie für Spiele und Erholung zur Verfügung.
Frau Kämmerer und Herr Höfling sehen ihre Aufgabengebiete in der Vermittlung von Kompetenzen, Einübung von Konfliktbewältigungsstrategien, der Steigerung der Frustrationstoleranz und in der Förderung der SchülerInnen zu selbständigen, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Die SozialpädagogInnen möchten präventiv, lösungs- und ressourcenorientiert in enger Zusammenarbeit mit der Schulfamilie arbeiten.
Momentan erreichen Sie die SozialpädagogInnen bei Fragen, Wünschen oder einer Terminvergabe über das Sekretariat: Montag bis Donnerstag zwischen 12.00 und 15.30 Uhr.

 

 

Freizeitgestaltung, Neigungsgruppen und Wahlfächer

 

Zum Konzept des GTG gehört die Integration von individuellen Freiräumen und von pädagogisch gestalteter Freizeit. Schule wird nicht lediglich als Lern- und Leistungsschule verstanden, sondern auch als Lebens- und Erfahrungsraum. In den 45 Minuten der Mittagspause nehmen die Kinder in der Mensa ihr Essen zu sich, danach können sie die Freizeitangebote der Sozialpädagogen nutzen, ihre Zeit aber auch ganz individuell gestalten. Räumlichkeiten wie Lesezimmer, Ruheraum, Spielzimmer stehen dafür zur Verfügung. Daneben werden vielfältige Neigungsgruppen von den Sozialpädagogen (wie Schach für Anfänger, Tae-Kwon-Do, Ballspiel, Malen nach Zahlen, Basteln, ...) angeboten. In dieser Zeit können die Schüler auch den Unterricht an den Marktheidenfelder Musikschulen besuchen. Daneben können die Schüler unter Berücksichtigung ihres Stundenplans an Wahlfächern (wie Chor, Rhönrad, Schultheater, Tanz, ...) teilnehmen. Ebenso werden punktuelle Aktionen angeboten (z.B. Backen von Weihnachtsplätzchen, Selbstverteidigungskurse, etc.).

Durch die Integration von Freizeitaktivitäten kann es vorkommen, dass – wie in der Normalform des Gymnasiums auch – am Abend zu Hause in kleinerem Rahmen noch Aufgaben, die der Vorbereitung des nächsten Schultags dienen, erledigt werden müssen. Dies gilt auch für das Wochenende und die zusätzliche Vorbereitung auf Schulaufgaben, je nach individuellem Leistungsstand des Schülers.

 

 

 

Hausaufgabenkonzept

 

Eines der Hauptprobleme am GTG ist die Hausaufgabenproblematik. Deshalb gilt an unserer Schule für die Ganztagsklassen ein besonderes „Hausaufgaben-Konzept“, das ich Ihnen hier kurz vorstelle. Bei Fragen/ Unklarheiten können Sie sich jederzeit an die Koordinatorin für die GT-Schule, StD Monika Herzog, wenden.

Zusätzliche Kernfachstunde:
Am GT  sind Hausaufgaben bzw. ihre Funktion weitgehend in den Tagesablauf zu integrieren. Hausaufgaben werden also teilweise zu „Schul“-Aufgaben. Die Erledigung dieser „Schul“-Aufgaben ist besonders effektiv, wenn sie in den Unterricht integriert bzw. vom zuständigen Fachlehrer betreut werden.
Aus diesem Grund erhalten die Klassen in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik je eine zusätzliche Stunde, die vom jeweiligen Fachlehrer betreut wird. Diese fachspezifischen Studierzeiten dienen der Übung und Vertiefung, also der eigentlichen Funktion der traditionellen „Hausaufgaben“. Sie können vom Fachlehrer als Einzelstunde genutzt werden (z.B. Verfertigung eines Übungsaufsatzes), aber auch methodisch in die einzelnen Unterrichtsstunden eingearbeitet werden (z.B. ½ Stunde Neudurchnahme, 15 Minuten Übungsphase). Dieses erweiterte Stundenangebot gewährleistet, dass das durchschnittlich leistungsfähige Kind die schriftlichen „Hausaufgaben“ in den Kernfächern von Montag bis Donnerstag im Rahmen des Unterrichts und unter Anwesenheit des Fachlehrers erledigt hat. Es wird Wert darauf gelegt, dass die Kinder wirklich nur noch in begründeten Ausnahmefällen am Abend zu Hause schriftliche Aufgaben zu erledigen haben.
Für den anderen Teil der Hausaufgaben (Hausaufgaben in den sog. Nebenfächern, also Fächern ohne fachspezifische Arbeitsstunde, Vokabellernen, Hefteintrag lernen) stehen den Klassen noch verpflichtende Studierstunden (betreut durch den Lehrer) und freiwillige Studierzeiten (betreut durch Sozialpädagogen) zur Verfügung
Dieses Modell weist mehrere Vorteile auf: Kinder, denen das Lernen in Gruppen aufgrund ihrer Konzentrationsfähigkeit leicht fällt, können das Angebot der freiwilligen Studierzeiten ganz oder teilweise nutzen; Kinder, die zum Lernen Ruhe und Abgeschiedenheit brauchen, können einen Teil der „Lernarbeit“ in häuslicher Abgeschiedenheit verrichten; die unterschiedlichen kindlichen Lerntypen finden hierbei Berücksichtigung (ein Teil der Kinder lernt Vokabeln, Hefteinträge etc. lieber und besser nach einer ausgedehnteren Freizeit erst gegen Abend).
Am Freitag findet kein Nachmittagsunterricht statt. Hausaufgaben, die der Vorbereitung auf den Montag dienen, werden dann, wie an jeder anderen Schule auch, zu Hause erledigt.

 

Kosten

 

Die Kosten für das GTG betragen im Moment 10€ im Monat, zuzüglich der Kosten für das Mittagessen (53 € im Monat). Der Ferienmonat August wird nicht berechnet.
In sozialen Härtefällen besteht die Möglichkeit einer Ermäßigung. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie über das Sekretariat der Schule.
Für persönliche Gegenstände, Bücher usw. kann ein Schließfach für 22 Euro im Jahr gemietet werden.