Die Wirtschafts- und Rechtsordnung prägt in entscheidendem Maß gesellschaftliche und politische Strukturen und Prozesse. Sie definiert und garantiert die grundlegenden ökonomischen Freiheiten des Einzelnen und gibt den Rahmen vor, in dem Haushalte und Unternehmen wirtschaftlich handeln und entscheiden können. Am Gymnasium soll das Fach Wirtschaft und Recht ab der 9. Jahrgangsstufe die Bedeutung der Wirtschafts- und Rechtsordnung aufzeigen.
Ausgehend von der Lebenssituation der Schüler stehen zunächst einzelwirtschaftliche Fragestellungen wie etwa das eigene Konsumverhalten, die Möglichkeiten der Geldanlage oder typische Betriebsabläufe in Unternehmen im Mittelpunkt. Später werden zunehmend gesamtwirtschaftliche und globale Zusammenhänge betrachtet, die dazu beitragen, dass die Schüler das aktuelle Wirtschaftsgeschehen verstehen und beurteilen können.

Auch der Bereich Recht knüpft – beispielsweise etwa mit der Kaufhandlung oder dem Urheberrecht – direkt am Alltag der Schüler an, bevor weitergehende rechtliche Sachverhalte des Bürgerlichen Rechts sowie des Öffentlichen Rechts behandelt werden.
Ökonomische Bildung verdeutlicht den Jugendlichen, dass es bei vielen Entscheidungen letztlich um ein Abwägen von Aufwand und Nutzen geht. Dabei sollen sie über die individuelle und kurzfristige Betrachtung hinaus auch globale, langfristige und ethische Aspekte ökonomischer Entscheidungen vor Augen haben.
Zudem liefert das Fach einen Einblick in die Arbeitswelt und somit einen wichtigen Beitrag für die Berufswahl der Schüler.
Ziel ist die Fähigkeit, wirtschaftliche und rechtliche Sachverhalte zu beurteilen, ökonomische Entscheidungen verantwortungsbewusst zu treffen und aktiv am gesellschaftlichen und politischen Leben teilzunehmen.
Das Fach Wirtschaft und Recht zeichnet sich durch einen hohen Praxisbezug aus. Am Balthasar-Neumann-Gymnasium wird dem beispielsweise durch Betriebserkundungen, die Teilnahme an Planspielen, den Besuch von Gerichtsverhandlungen sowie ein einwöchiges Betriebspraktikum Rechnung getragen. Die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft soll auch im Rahmen von P- und W- Seminaren weiter ausgebaut werden.
