Mathematik

Generelle Informationen

Pythagoras von Samos (ca. 580 - 500 v. Chr.) wird der Legende nach der Ruhm zugebilligt, die Mathematik begründet zu haben. Jedem von uns ist der berühmte Lehrsatz des Pythagoras ein Begriff. Aber Pythagoras betrieb die Mathematik nicht als bloße Fachwissenschaft, sondern machte sie zum Fundament seiner Philosophie, indem er in den Zahlen das eigentliche Geheimnis und die Bausteine der Welt sah, denn alles in ihr ist gesetzmäßig und harmonisch nach Zahlenverhältnissen geordnet. Er nannte sie deshalb „Kosmos“ (= Ordnung). Da tatsächlich unter den Bestandteilen der uns bekannten Welt unveränderliche zahlenmäßige Beziehungen herrschen, ist die Mathematik allen Naturwissenschaften inklusive Medizin, aller Technik, aber auch vielen Geisteswissenschaften (wie etwa Soziologie, Psychologie, Wirtschaft u. a.) unentbehrlich und findet in den verschiedensten Berufsfeldern Anwendung. Auch im Alltag brauchen wir sie ständig – zumindest wenn wir unseren Taschenrechner vergessen haben.                                        

                                 pythagoraskopf                                                                   

                       Herme des Pythagoras (um 120 n. Chr.)                                    Taschenrechner

 

Als Unterrichtsdisziplin erzieht die Mathematik ihre Zöglinge zu präzisem Gebrauch der mathematischen Zeichensprache, zur Entwicklung klarer Begrifflichkeiten, folgerichtiger Gedankenführung und Argumentation, zu systematischem Vorgehen und zum Erfassen von Zusammenhängen – kurz, die Beschäftigung mit mathematischen Fragestellungen bewirkt eine intensive Schulung des Denk- und Abstraktionsvermögens. Sie erfordert und fördert geistige Beweglichkeit sowie die Herausbildung von Denk- und Handlungsstrategien. Die Mathematik ist eine strenge Herrscherin: Sie nimmt ihre Jünger in geistige Zucht, indem sie Konzentration, Ausdauer, Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit erzwingt, vorausgesetzt man will in ihr auf den sprichwörtlichen „grünen Zweig“ kommen. Aber gereichen einem die genannten Eigenschaften nicht in allen Fächern zum Vorteil?

In der Unterstufe geht es zudem ganz moderat los. Es wird an die Inhalte und Methoden der Grundschule angeknüpft; diese werden systematisch vertieft und erweitert. Eine intensive Beschäftigung mit Zahlen im Rahmen der vier Grundrechenarten sowie der Lebenswelt der Kinder angepasstes praktisches Rechnen stehen zunächst im Vordergrund. Neu sind in der 5. Klasse z. B. die negativen Zahlen, der Zahlenstrahl, einige geometrische Grundbegriffe, das Koordinatensystem, der Potenzbegriff, das Gliedern einfacher Terme, einfache Flächenberechnungen. In der 6. Klasse kommen dann u. a. Bruchrechnen, Prozentrechnen und Volumenberechnungen dazu.

                 geometrische formen                                   prozentrechenne

          Beispiele Geometrische Grundformen                  Beispiel für Anwendung des Prozentrechnen

 

Da die Inhalte der Mathematik über 12 Jahre hinweg streng aufeinander aufbauen, empfiehlt es sich, keine Lücken aufkommen zu lassen, alten Stoff in Abständen konsequent zu wiederholen und vor allem im Unterricht scharf aufzupassen. Die vielgehörte Ausrede „Mathe versteh’ ich halt nicht, ich bin mathematisch unbegabt“ sollte man sich erst gar nicht angewöhnen – auch in diesem Fach kann man durch Beschäftigung mit der Materie und durch eifriges Üben viel erreichen! Und kann Knobeln und Tüfteln nicht auch schrecklich spannend und interessant sein? Zumal, wenn es in Partner- oder Gruppenarbeit erfolgt?

Zumindest meinen das die mathematikbegeisterten Schüler, die an den angebotenen Mathe-Plus-Kursen und an der alljährlich in mehreren Runden ausgetragenen Mathematik-Olympiade teilnehmen. Beides ist bereits ab der 5. Jahrgangsstufe möglich.

 

                                                          imop

 

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